02.05.2011
Nach einer viel zu langen Wartezeit/Pause (fast 6 Monate) habe ich mich nun endlich mal wieder ein wenig mit dem Getriebe beschäftigt.
Das Gehäuse war ja bis auf den Rückwärtsgang, die Ölablassschraube, die Stehbolzen (innen und außen) und die Passstifte ja schon vollständig leergeräumt.
Nun habe ich mich also mal um den Rückwärtsgang gekümmert.
Nach dem Herausschrauben einer Schraube kann eine Scheibe abgenommen werden, die die Welle des Rückwärtsganges in ihrer Position hält.
Die Welle wird nun gemäß dem Reparaturhandbuch von der Freilaufseite aus mit einem Lichtmetalldorn durchgeschlagen.
Ich habe erst überlegt, die Welle mit einer Gewindestange herauszudrücken, war mir aber zu aufwändig.
Ich habe dann Testweise mal einen Hammerstiel aus Holz anstelle eines Leichtmetalldornes angesetzt und mit dem Schonhammer daraufgehauen. Die Welle bewegte sich dadurch in die gewünschte Richtung.
Da der Hammerstiel zu kurz war, habe ich nach einem passenden Holz gesucht. Für den Garten hatte ich noch einen Holzstab von einer Silvesterrakete, der war jedoch zu dünn und bracht beim 1. Schlag durch.
Da kein passendes Holz da war habe ich ein Stück Holzlatte abgelängt und mit dem Cuttermesser, solange bearbeitet bis es passte. Das hat dann perfekt funktioniert.
Natürlich musste ich noch ein paar Mal nachschnitzen, damit der Durchmesser stimmt und zum Ende war das Holz zu kurz, typischer Messfehler…
Aber letztendlich lies sich die Welle erstaunlich problemlos entfernen.
Nun noch den Halter des Kupplungsseiles und die Ölablassschraube entfernt und fertig.
Den Innenraum werde ich noch optimieren, in dem ich ein paar Grate entferne, die den Ölaustausch leicht behindern. Es gibt auch noch einen 5 mm langen Gusspickel, den ich wegschleife, bevor er womöglich abbricht.

Oben rechts ist die Halteschraube des Rückwärtsganges zu.
Eine 14er Nuss passt.

Mit einer langen Verlängerung kommt man auch in die Tiefe.
Da ist die Schraube mit Sprengring.
Da ist die Scheibe, die die Welle in Position hält.

Hammerstiel statt Leichtmetalldorn.

Der Schonhammer hat mit der Welle leichtes Spiel.
Mit dem Hammer geht es leider nicht weiter, da der Kopf im Weg ist.
Also muss etwas anderes zum Durchtreiben gefunden werden. Durchmesser 15 mm oder kleiner.

Eine Stange von einer Silvesterrakete passt, bricht aber beim 1. Schlag durch. Also doch im Schuppen nach einer passenden Holzleiste suchen.

10 cm von der Gehäuseaußenseite bis zur Lagerung der Welle.
15 cm sollten reichen, um die Welle durchzutreiben. Das Holz hat einen Querschnitt von 15mm, ist aber quadratisch statt rund.
Mit einem Cuttermesser wird ganz schnell aus einer 15mm Quadrat Holzleiste ein 15mm Durchmesser Rundstab.


Und da, wo es am Holz dunkel ist, wird das überstehende Material noch weggeschnitzt..
Hier ist die Welle schon ein gutes Stück durchgetrieben. In der vorderen Nut der Welle saß die Scheibe, die die Welle in ihrer Position gehalten hat.

Das Holzstück ist doch zu kurz, 15cm reichen also nicht !!!.

Bevor ich jetzt noch ein Holz schnitze behelfe ich mir eben mit einer langen Stecknuss.

Hier ist das Umlenkritzel für den Rückwärtsgang.

Hier sieht man den Grund, warum das Holz zu kurz war, ich hatte die untere Öffnung vergessen.

Bis zur unteren Öffnungen sind es 20 cm.
Hier sieht man die Welle in voller Schönheit.
Mit so einem billigen Schaber mit eingebauter Rasierklinge kann man sehr gut Dichtungen entfernen.
Ohne Dichtungen sieht das schon ganz anders aus.
Einbaulage des Halters (Abstand vom Getriebe).

Der Halter für das Kupplungsseil wird auch entfernt. Erst die Kontermutter lösen (SW 19).

Nach Lösen der Kontermutter kann der Halter mit einem Schraubendreher als Hebel abgeschraubt werden.


Die Ölablassschraube mit eingebautem Magneten wird auch entfernt (SW 22).

Hier ist noch ein Metallpickel (ca. 5 mm hoch), der soll auf alle Fälle noch weg.


Die Gussgrate der Durchgangsöffnungen (Bildmitte) sollen auch noch weg.

Mit einem passenden Holzstück/-keil können auch die Ecken der Flansche gereinigt werden

Nun ist das Getriebe bis auf die Stehbolzen leer und kann gereinigt werden.
06.05.2011
Ich hatte für die Reinigung des Getriebes Backofenreiniger besorgt, aber beim Studium der Anwendungshinweise stellte ich leider fest, dass das Zeug nicht auf Aluminium angewendet werden soll.
Also hat das Getriebe zwei Runden in der Spülmaschine bei 70°C mitgemacht.
Dazu möchte ich aber anmerken, dass das Getriebe schon sehr fast sauber war durch Kaltreiniger und Bremsreiniger.
Jetzt sieht der Innenraum aus, als käme das Teil gerade aus der Fertigung. Auch außen ist nur noch wenig Schmutz feststellbar, der lässt sich aber mit einer Bürste leicht entfernen.
Bei der Reinigung in der Spülmaschine ist wichtig ist, dass das Gehäuse und die Schrauben unmittelbar danach neutralisiert werden, damit diese durch das Spülmaschinensalz nicht oxidieren.




Nachdem nun alles zerlegt ist, geht es nun an die Teilebeschaffung und den Zusammenbau des Getriebes.